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[ Stellungnahme von RED KAOS ]

1997, ein paar Zwickauer Jugendliche schauen begeistert auf die fanatischen Fans in Griechenland und suchen eine Schriftart für ihre Zaunfahne.
So entstand die Red Kaos-Fahne und so fährt sie seit über 20 Jahren durch Deutschland und Europa. Doch das möchte die Staatsanwaltschaft München unterbinden, indem sie den Red Kaos-Schriftzug auf Fahnen, Shirts und Schals verbietet. Warum? Das "S" würde den Tatbestand des "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" entsprechen, sprich die von der SS verwendete Rune darstellen. Nicht nur uns bleibt dabei der Mund offen stehen, denn als Nazis lassen wir uns durch die Münchner Staatsanwaltschaft weder direkt, noch durch die Blume betiteln. Wer uns kennt weiß, daß wir diesen Schriftzug nicht nutzen, um Symbole des dritten Reiches zu verherrlichen oder um eine politische Meinungsäußerung zu betreiben.
In einem erweiterten und weniger ernst gemeintem Blick schaut man dabei auch auf die vielen griechischen Restaurants mit jenem "S", die bald auf "Comic Sans" umstellen müssen. In den sozialen Medien wird bereits gerätselt, wie die Band KISS Ende Mai ohne Probleme in München auftreten durfte (wohlgemerkt in doppelter Ausführung) und Fans von Waldhof Mannheim sorgen sich um ihr Vereinslogo. Oder kennt jemand das Logo des SC Verl?
 
Sollte die Fahne morgen das Grünwalder Stadion betreten, droht ihr die Beschlagnahmung durch das USK, welches schon in Sprungposition geht. Nicht erst seit dem Beschluß des "härtesten Polizeigesetzes seit 1945" ist vor allem in Bayern davon auszugehen, daß dieser Einsatz mehrere Anzeigen zur Folge haben wird. Kann die Fahne nicht gefunden werden, wird wohl so lange auf T-Shirts und Schals weitergesucht, bis der Einsatz als Erfolg bezeichnet werden kann. 90 Minuten und darüber hinaus als Zielscheibe herhalten? Kein Bock, jegliche Lust am Fußball ist dahin. Deshalb kommen wir zu dem bitteren Entschluss, unsere Mannschaft nicht bei ihrem Auswärtssieg zu begleiten und hoffentlich nur dieses eine Spiel zu opfern. Aus Schutz für uns und aus Schutz für alle Gästefans. Wir verstehen alle FSV-Fans, die trotzdem nach München fahren und freuen uns über alle solidarischen Fans.
Wir sehen uns am Sonntag zum Heimsieg!

30.07.2019