Halbfinale, Sachsenpokal 2012/2013: FSV Zwickau vs. Chemnitzer FC 1:2

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Spielbericht

Traum vom Pokalfinale geplatzt !

Im Sachsenpokal-Halbfinale war für den FSV Zwickau wie schon im Vorjahr gegen den Chemnitzer FC Endstation. Vor 3.051 Zuschauer im Sportforum „Sojus“ verloren unsere Rot-Weißen Kicker mit 1:2 (0:2). Von Beginn an waren die Gäste tonangebend, wirkten hochkonzentriert und gedankenschnell. Der FSV dagegen fand sehr schwer in dieses Westsachsenderby und zeigte ungewohnte Aussetzer im Defensivbereich. In der 13. Minute verliert Robert Paul beim Spielaufbau den Ball gegen Sascha Pfeffer, dieser bedient Anton Fink mustergültig und schon musste Marian Unger im Zwickauer Tor das erste Mal hinter sich greifen. Nur 4 Minuten später die nächste Unsicherheit beim FSV. Ausgangspunkt diesmal war Marcel Trehkopf, der mit einem missglückten Befreiungsschlag den zweiten Treffer der Chemnitzer einleitete. Erneut bestrafte der CFC einen Zwickauer Fehler eiskalt, und Anton Fink erzielte auch den zweiten Treffer für die Gäste. Somit rückte die angestrebte Pokalsensation schon nach gut einer Viertelstunde in ganz weite Ferne. In der Folgezeit agierte der CFC aus einer sicheren Defensive und verwaltete den 2 Tore-Vorsprung. Zwickaus dickste Chance zum Anschluss vor der Pause wurde nach einer scharfen Eingabe von Christoph Göbel durch Thomas Birk im letzten Moment entschärft. Nach dem Seitenwechsel übernahm der FSV Zwickau mit dem Mut der Verzweiflung das Zepter in dieser Partie und bewies trotz des 0:2 Rückstandes eine tolle Moral.

Dennoch hatten die Gäste mehrmals die Entscheidung auf dem Fuß. Anton Fink per Freistoß sowie Benjamin Förster und Anton Makarenko aus dem Spiel heraus scheiterten jeweils am Aluminium. Als die Chemnitzer die Vorentscheidung versäumten kam kurz vor Schluss doch noch einmal Spannung auf. In der 87. Minute wurde Mike Baumann mit einer Notbremse von Philipp Pentke zu Fall gebracht, jedoch trudelte der Ball nach dieser Aktion zum 1:2 Anschluss in das Gehäuse der Chemnitzer. Glück für den Schlussmann des CFC, der vom Schiedsrichter für dieses Foul nachträglich nur Gelb sah. Mit dem Anschlusstreffer im Rücken warf der FSV noch einmal alles nach vorn und hätte den Spielverlauf beinahe noch auf den Kopf gestellt. Nach einem Eckball verfehlte der Kopfball von Robert Paul nur haarscharf das Tor der Himmelblauen. Chemnitz überstand den Sturmlauf des FSV schadlos und siegte am Ende aufgrund der ausgelassenen klaren Tormöglichkeiten dennoch verdient mit 2:1 im „Sojus“. Der FSV Zwickau machte sich die Aufgabe an diesem Tag mit den Fehlern der Anfangsviertelstunde selbst zusätzlich schwer. Nach dem frühen 0:2 Rückstand war es für den FSV Zwickau sehr schwer, gegen eine routinierte Drittligamannschaft zurückzukommen.

Tore

0:1 Fink (13.), 0:2 Fink (16.), 1:2 Pentke (87./ET)

Aufstellungen

FSV Zwickau: (Trainer: T. Ziegner)

Unger - Fuß, Trehkopf (87. Baumann), Paul, Göbel - Stiefel, Röhr, Frick (76. Eggert), Wölfel (60. Fugmann), Luge - Kellig

Chemnitzer FC: (Trainer: G. Schädlich)

Pentke - Stenzel, Bankert, Hazaimeh, Birk - Pfeffer (76. Makarenko), Sträßer (57. Kegel), Hörnig, Landeka - Fink (90.+2 Semmer), Förster

Schiedsrichter

-

Zuschauer

3.051 - darunter 800 Gäste

Spielort

Sportforum "Sojus 31", Zwickau

Stimmen zum Spiel

Gerd Schädlich (Trainer Chemnitzer FC): "Wir haben zeitig gestört, sind dadurch gut ins Spiel gekommen und haben verdient mit 2:0 geführt. Danach waren wir zu nachlässig. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte Zwickau zu viel Platz im Mittelfeld. Wir haben verpasst das dritte Tor zu machen, trotz viermal Aluminium. Dann fiel noch das unnötige 1:2, damit haben wir morgen früh einiges zu besprechen."

Torsten Ziegner (Trainer FSV Zwickau): "Es war ein verdienter Sieg für den CFC. Schade um die individuellen Fehler im Defensivbereich. Trotzdem mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf. Positiv zu werten ist die Moral und der Glaube an den Sieg. Was nach einem 0:2 gegen einen Drittligisten sehr schwierig ist. Offensiv hatten wir wenig Chancen, es fehlte uns der Mut zum letzten Schuss oder letzten Dribbling. Es ist für meine Spieler schwer nach einem Acht-Stunden-Arbeitstag nach einem Rückstand noch zurückzukommen."

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