„Im Übrigen hat der NOFV zum wieder einmal, und ich meine zu Recht, das sinnlose Spruchband „PERVERSE MENSCHENFRESSER“ kritisiert. Vielleicht
können wir alle daran mitwirken, dass dieses hirnlose Spruchband von der Bildfläche verschwindet.“
So weit sind wir mittlerweile schon gekommen. Präsidiumsmitglied Dr. Michael Luther wendete sich vor geraumer Zeit in einer Miteilung auf der
offiziellen Homepage des FSV Zwickau gegen eine unserer Fahnen. Zum allgemeinen Verständnis: Vor einigen Wochen beschwerte sich ein Zuschauer (Ein
Mitglied der vorherigen Präsidiums!) schriftlich beim NOFV über das Hängen einer solchen Fahne. Daraufhin bekam der FSV ein Schreiben vom Verband,
worin er aufgefordert wurde, die Fahne aus dem Stadion zu verbannen um weiteren Komplikationen vorzubeugen. Zum Heimspiel gegen Plauen versuchte der
Verein, in Form von Sicherheitschef Schneider und Präsident Weigel, uns zum Abhängen der Fahne zu bewegen, was aber natürlich zum Scheitern verurteilt
war. In der folgenden Woche setzten wir uns mit den Vereinsvertretern zusammen um die bestehenden Probleme aus dem Weg zu räumen. Aus dem eigentlich
recht konstruktivem Gespräch resultierte dann auch das „OK“ für die Menschenfresserfahne. Der nächste Schlag ließ aber nicht lange auf sich warten:
Zum Heimspiel gegen RWE II wurde die Fahne am Eingang erst von der Polizei und dann vom Sicherheitsdienst einkassiert. Der Verein möchte also die Fahne
doch verbieten, jedoch drückt man sich uns gegenüber vor klaren Aussagen. Beim Auswärtsspiel in Meuselwitz trat sogar die Polizei an uns heran und fragte
ob jemand die Fahne mitgebracht hätte. Wir werden dementsprechende Verbote in keinster Weise akzeptieren. Es geht hier um die einfachsten und zugleich auch
essentiellsten Merkmale unseres Stadionlebens. Es sollte das normalste der Welt sein, seine Zaunfahne, sein Transparent oder sein Spruchband mit ins Stadion
zu nehmen und aufzuhängen, es sind Teile einer jahrelang gewachsenen Fankultur. Die „PERVERSE MENSCHENFRESSER“-Fahne an sich hat einen tieferen
Fanszenerelevanten Hintergrund und hat nicht im geringsten etwas mit Rassismus oder Volksverhetzung, wie vorgeworfen wurde, zu tun. Die Tatsache,
dass wir über Inhalte von Fahnen und Spruchbändern debattieren, löst bei uns Wut aus, der Verband und die Polizei nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um
die Schraube immer weiter anzuziehen und das kritische Fanvolk aus dem Stadion zu drängen. Dank des akuten Sicherheitswahnes in unserer Republik wird eben
bereits eine, nicht beim ersten Mal lesen verständliche, Zaunfahne zum Risiko degradiert und muss sofort aus dem Stadion verschwinden, bei Nichteinhaltung
der konformen Linie drohen dem Verein Geldstrafen. Da dies ein weiterer Versuch seitens des Verbandes ist, Fanaktivitäten einzudämmen beziehungsweise zu
unterbinden, können wir nur erneut an unseren Verein appellieren, Fanbelange endlich ernst zu nehmen und dagegen zu opponieren!
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